Niederlage im härtesten Spiel der Saison

Kurz vor 19 Uhr standen die Ranger bereit um gegen den UH Appenzell ins Spiel zu starten. Jedem einzelnen war bewusst, dass es nun während 60 Minuten um ALLES-ODER-NICHTS gehen würde. Die Vorfreude war gross, die Anspannung ebenso.

Leider waren Topscorer Tres und Slotsau Marco abwesend, da sie an einer Klimademo in Breslau teilnahmen. Dies ist ihnen hoch anzurechnen, nur über die Anreise mit dem Flugzeug müssen wir nochmal sprechen…dafür kam Andi Graf zum Handkuss und durfte seine ersten Spielminuten im Herren 1 absolvieren und dies gleich als Top in der 1. Linie. Soviel vorneweg, er machte seine Sache ordentlich.

Das Spiel startete gut für die Rangers. Die erste gefährliche Aktion führte zum Führungstreffer. Hans/Otti waren beim 621. Versuch ihrer Freistossvariante erfolgreich, wohl auch, weil sich Lukas dazugesellte und mit orientalischen Tänzen die Appenzeller verwirrte. Das  restliche erste Drittel gehörte dann mehrheitlich den Appenzellern. Sie erspielten sich die besseren Torchancen, doch mithilfe des Pfostens und einem souveränen Walo stand die Null auch zur Pause.

Nach der Pause durften sich die Rangers ein erstes Mal in Überzahl versuchen. Daraus resultierte leider nichts, wie auch in den übrigen drei Überzahlsituationen der Rangers  nichts erwähnenswertes passierte. Somit ist wohl klar, was am Freitag auf dem Trainingsplan steht… Glücklicherweise funktioniert danach eine weitere Freistossvariante und Adi erhöhte auf 0:2. Die Appenzeller reagierten aber auf den Zwei-Tore-Rückstand und konnten kurz darauf verkürzen. Notabene das einzige Tor, dass sie bei numerischem Gleichstand erzielten!

Da aber der 1:2 Spielstand nicht nach dem Gusto der Appenzeller war, löschten sie kurzerhand die Lichter in der Halle aus. Taktisch clever, so gab es eine 15-Minütige Zwangspause für beide Teams.

Nach der ungewollten Ruhepause kamen vermehrt die Emotionen ins Spiel. Viele Zweikämpfe am Rande der Legalität und Checks, die in ein Eishockeystadion gehören, prägten das restliche Mitteldrittel. Höhepunkt der Emotionen war der Ausgleichstreffer des Appenzell durch Blaser mit der Schlusssirene. Da gilt es noch anzufügen, dass zu diesem Zeitpunkt mit Hans und Sämi gleich zwei Rangers in der Kühlbox sassen. Und ob dieses Tor wirklich noch rechtzeitig gefallen ist, lässt sich leider nicht klar sagen. Die Torkamera hatte genau zu diesem Zeitpunkt eine Fehlfunktion….

Nach der Pause konnten die Appenzeller immer noch mit einem Mann mehr spielen und durch einen Gewaltschuss das 3:2 erzielen. Darauf drückten die Rangers aber wieder aufs Tempo und konnten sechs Minuten später, kurz nach einem wiederum ungenutzten Powerplay, durch Bruno wieder ausgleichen.

Leider kassierte Lukas fünf Minuten vor Ende eine Zweiminutenstrafe wegen Bodenspiels und Appenzell machte das, was sie schon das gesamte Spiel machten, sie trafen im Powerplay und sicherten sich den Sieg mit dem  4:3.

Die Ranger vergaben den Sieg, oder zumindest einen Punktegewinn in den Specialteams. Keine Tore aus vier Überzahlsituationen und drei Tore in Unterzahl, dürfen in einem solchen Spitzenspiel nicht passieren.

Auch wenn das Spiel über grosse Strecken ruppig geführt wurde, danken wir Appenzell für dieses intensive Spiel und die Fairness nach dem Spiel, als man gemeinsam nochmals alle strittigen Szenen zusammen besprechen konnte.

Schmid fasste es schlussendlich passend zusammen: „Es lit ez an üs, zum no sechs pünkt z’hole und ez mumer halt eimol im Lebä Sargans helfä, dass sie die Appezöller schlun!“

Fotos zum Spiel findest du hier, vielen Dank an die Appenzeller Fotografin!

 UH Appenzell – UHC R. Grabs-Werdenberg 4:3 (0:1, 2:1, 2:1)
Turnhalle Gringel, Appenzell. 138 Zuschauer. SR Aegerter/Scherrer.
Tore: 3. M. Ottiger (H. Sturzenegger) 0:1. 24. A. Altherr (M. Ledergerber) 0:2. 26. E. Widmer 1:2. 40. A. Blaser (M. Solenthaler) 2:2. 41. A. Blaser (M. Solenthaler) 3:2. 47. B. Zindel 3:3. 56. A. Sutter (A. Blaser) 4:3.
Strafen: 4mal 2 Minuten gegen UH Appenzell. 4mal 2 Minuten gegen UHC R. Grabs-Werdenberg.

 

 

Für die Rangers im Einsatz:

Walo, Timi

Kramer, Lukas; Otti, Hans, A. Graf

Elias, Sämi; Lädi, Adi, Flurin

Graf, Bruno; Daniel, Schmid, Andrin

 

Staff:

Frehner, Britschgi, Röbi, Jan