Herren I – 2. Sieg im zweiten Spiel

Autobahnausfahrt Trimmis, Fahrer Dave setzt den Blinker des Busses und spurt ein. Da ertönt aus der Holzklasse ein Schrei! „Halt! Wa machsch du Dave, mir spielen geg Ems und nid Trimmis!?!“ Ein sichtlich entsetzter Adrian wird dann von seinen Mitspielern darüber aufklären, dass wir gegen Ems antreten, ABER in Trimmis spielen müssen. „Ob er sich nicht auf den Match vorbereitet habe“, giftelt ihn Sämi an. Er sei nämlich bestens informiert, der Schiri heisse Kleinfeld, pfeiffe aber auf dem Grossfeld… verkehrte Welt im Bünderland!

 

In Trimmis angekommen ging es dann in erster Linie darum, herauszufinden weshalb das Spiel nicht in Ems stattfinden konnte. Innert kürzester Zeit kursierten die wildesten Theorien.

 

Die Emser Heimhalle sei zu klein für ein 2. Liga-Spiel, daher wurden sie von Swissunihockey nach Trimmis verbannt. Ähnlich erging es ja dem AEK Larnaca gegen den FC Zürich in der Europa League.

 

Doch Schmid, unser Teamchemiker, erfuhr aus einem Gespräch mit dem Ems Goalie, dass die Halle in Ems neu als Endlager für radioaktive Abfälle der EMS CHEMIE genutzt werde. „D‘ Martullo-Blocher cha halt mache was sie will“, schloss Schmid seine Erklärungen ab.

 

„Alles Seich“, meinte Graf. Er habe gerade auf dem WC das Bündner Tagblatt gelesen (deshalb verpasste er das 20-minütige Warm-up) und dort stehe, dass beim letzten Saisonspiel der Emser es zu Ausschreitungen kam und dies der Grund sei, weshalb sie im Exil antreten müssen.

 

Schlussendlich konnte Marco das Geheimnis lüften. Er setzte sich mit seinen Kleintierzüchtern in Verbindung und diese setzten alle Hebel in Bewegung das Rätsel dieses Auswärtsspiels zu lösen. So banal es tönen mag. An diesem Abend fand in Ems die alljährliche Veranstaltung „Dr gschtinggescht Bündner Gaissbogg“ statt, deshalb war die Halle für Unihockey gesperrt.

 

Somit konnten nun alle Rangers beruhigt in das Spiel starten. Doch in den ersten 20 Minuten war wohl nur Walo im Tor auf Betriebstemperatur. Er hielt gekonnt und mit etwas Glück (Lattentreffer Ems) die Null und so endetet das Drittel torlos.

Im zweiten Abschnitt suchten die Rangers endlich konsequenter die Offensive und Adi eröffnete mit einem Hocheckschuss das Score für die Rangers. Der kurzzeitige Emser Ausgleich beantworteten die Rangers mit drei weiteren Toren. So durften sie mit einem beruhigenden 4:1 in den Pausentee.

Für das letzte Drittel wurden die Linien etwas umgestellt, da man nun den Sieg sicher nach Hause bringen wollte. Doch dieses Vorhaben stand bald auf wackligen Beinen. Ein Überzahltor, sowie ein Penaltytreffer und die Emser waren wieder bis auf ein Tor dran. Als dann Hans in der 52. Minute von Schiri Kleinfeld vom Grossfeld verbannt wurde (2min wegen Stossen) wurden die Sorgenfalten der mitgereisten Fans grösser und grösser. Doch Tres regelte die Sache, luchste den hintersten Emser den Ball ab und traf in Unterzahl zum 5:3! Nun war das Momentum auf die Seite der Rangers gefallen. Die verbleibende Unterzahl wurde souverän überstanden und als kurz vor Schluss die Rangers noch zweimal Powerplay spielen konnten, liessen sie sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen und erhöhten zum 7:3 Endstand. Der Sieg gegen Ems war Tatsache – wurde auch Zeit!

 

 

UHC Domat-Ems – UHC R. Grabs-Werdenberg 3:7 (0:0, 1:4, 2:3)
Doppelturnhalle Trimmis, Trimmis. 22 Zuschauer. SR Kleinfeld/Senn.
Tore: 27. A. Altherr (S. Altherr) 0:1. 28. T. Brunner 1:1. 31. H. Sturzenegger (M. Ottiger) 1:2. 35. H. Sturzenegger (A. Tischhauser) 1:3. 40. A. Tischhauser (H. Sturzenegger) 1:4. 42. T. Brunner (R. Michel) 2:4. 46. R. Michel 3:4. 52. A. Tischhauser 3:5. 57. H. Sturzenegger (A. Tischhauser) 3:6. 60. H. Sturzenegger (S. Altherr) 3:7.
Strafen: 4mal 2 Minuten gegen UHC Domat-Ems. 4mal 2 Minuten gegen UHC R. Grabs-Werdenberg.

 

Für die Rangers im Einsatz:

Walo; Timi

Kramer, Graf; Otti, Hans, Schmid

Sturzi, Sämi; Tres, Adi, Yannik

Marco, Dave, Flurin,  Elias

Coach: Britschgi