Herren – Der Berg ruft

Wenn der Tabellenletzte gegen den Achten spielt, dann darf man (auch wenn es nicht schön tönt) von einem Kellerduell sprechen. Das Spiel war dann auch so, wie wenn sich zwei Team in einem dunklen Luftschutzkeller duellierten. Der harte Parkettboden in Berg passte da perfekt dazu.

Das Spiel war schnell lanciert. Nach 41 Sekunden waren die Rangers im Rückstand, nichts Neues im Spiel der Rangers. Obwohl die Rangers mehrheitlich im Ballbesitz waren, gefährliche Aktion sah man selten. Man gab sich zwar alle Mühe, doch man hatte auch mit ziemlich allem Mühe. Gegner, Mitspieler, Schiedsrichter, der Boden – es gab viel zu viele störende Faktoren in unserem Spiel. So ging es nicht unverdient mit einem 2:1 Rückstand in die Pause.

Vieles wollte man nun besser machen. Doch man bekam Berg, mit ihrem einfachen, Ball-muss-irgendwie-Richtung-Tor-Spiel, nicht richtig in den Griff. 3:1, 4:1 Berg, die Rangers zu Spielmitte in einer Mini-Krise. Doch die Coaches Britgschi und Röbi fanden nicht zum letzten Mal in diesem Spiel die richtigen Worte und richteten die hängenden Rangersköpfe wieder auf. So führten Otti und Elias die Rangers wird auf ein Tor heran.

Für die Pausenansprache zückte Röbi die Tafel und machte eine Zeichnung. Die Rangers schauten sich verwundert an. Röbi aber führte aus: «Da isch en Berg. Mir sind do (und zeigte auf einen Punkt ganz weit unten), un gsehn ihr, wie steil dases ez wird, bis mir ganz z’oberst sin??? Mir hend drüü Seilschafte (Blöcke) ufem Feld, un irgendeine muss ez do duruf chu. Luegen nu uf eu, wenn ein abstürzt, denn lunne. Mir mun ez do duruf, egal wie. Mit oder uni Seil – Los!

So starteten die Rangers hochmotiviert ins letzte Drittel, vielleicht sogar übermotiviert. Sämi wurde wegen zu viel Stockeinsatz von einem der beiden Bergführer (Schiri) in die SAC-Hütte (Strafbank) zum Teetrinken geschickt. Berg nutzte dies aus. 5:3. Und kurz darauf, Sämi erzählte noch von der äussert guten Bewirtung in der SAC-Hütte, fiel schon das 6:3 für Berg. Wer nun dachte, schlimmer könnte es nicht werden, der war noch nie an einem Ranger-Match. Schmid rutschte auf dem nassen Felsen ab und riss einen Bergler mit. Auch er durfte zum Tee. Doch diesmal funktionierte das Unterzahlspiel und Hans hatte mit einem Penalty sogar die Chance auf das vierte Rangertor, doch er scheiterte. So passte es, das Berg kurz nach Ablauf der Strafe doch noch zum 7:3 traf. Nun brauchte es ein Timeout, um das Ranger-Expeditionsteam wird auf Spur zu bringen. Britschgi’s Worte trafen den wunden Punkt der Alpinisten. Seilschaft 1 zog an, Hans im Vorstieg zog seine Kameraden den Berg hoch. 7:4, 7:5 und Remo zum 7:6 in nur drei Minuten. Der Kurs stimmte, es machte auch nichts, dass sich Sämi, Egli und Remo in der SAC-Hütte schön brav ablösten. Mit einem Shorthander gelang Hans der Ausgleich – 7:7. Man war nun kurz unter dem Gipfel. Otti schaute kurz hoch, nickte, nahm den Ball und rannte wie ein Berserker den Berg hoch. Die Gegenspieler nutzte er als Kletterhilfen und trug sich ins Gipfelbuch ein. 8:7 – zehn Sekunden vor Schluss! SIEG!

STV Berg – UHC R. Grabs-Werdenberg 7:8 (2:1, 2:2, 3:5)
MZH Berg, Berg TG. 20 Zuschauer. SR Fernandes/Odermatt.
Tore: 1. P. Rubi (S. Seiler) 1:0. 12. S. Seiler (N. Gassmann) 2:0. 18. H. Sturzenegger 2:1. 23. Y. Zurbuchen (M. Gregorio) 3:1. 28. M. Gregorio (F. Meyer) 4:1. 30. M. Ottiger 4:2. 33. E. Heeb (A. Altherr) 4:3. 44. S. Seiler (P. Rubi) 5:3. 45. P. Rubi (S. Seiler) 6:3. 48. M. Gregorio 7:3. 49. H. Sturzenegger (M. Ottiger) 7:4. 51. H. Sturzenegger 7:5. 52. R. Tischhauser (H. Sturzenegger) 7:6. 55. H. Sturzenegger (R. Tischhauser) 7:7. 60. M. Ottiger 7:8.
Strafen: 5mal 2 Minuten gegen STV Berg. 7mal 2 Minuten gegen UHC R. Grabs-Werdenberg.

Für die Rangers im Einsatz:

Jan; Ueli

Kramer, Lukas V.; Otti, Hans, Remo

Sämi, Christof ; Tres, Adi, Elias

Röbi, Niklas ; Egli, Curdin, Gian-Luca

Lukas S., Schmid

Staff:

Britgschi, Röbi